In der Pfarrei packen viele mit an

 

 

Die Verantwortlichen der Seelsorgeeinheit Breisach-Gündlingen blicken beim Neujahrsempfang zuversichtlich auf 2013

 

von Emil Göggel

Neujahrsempfang am

6. Januar 2013

In der Pfarrei packen viele mit an

 

 

Die Verantwortlichen der Seelsorgeeinheit Breisach-Gündlingen blicken beim Neujahrsempfang zuversichtlich auf 2013

von Emil Göggel

BREISACH. Offen und mutig nach neuen Wegen suchen, um die Menschen zu erreichen, lautete die Zielsetzung der Seelsorgeeinheit Breisach-Gündlingen für das Jahr 2012. Der Rückblick beim gut besuchten Neujahrsempfang zeigte, dass zahlreiche Vorhaben umgesetzt wurden, weil viele in der Pfarrei mit anpackten. Beim Blick nach vorne wurde allerdings deutlich, dass es auch künftig an neuen Aufgaben nicht fehlen wird.

 

Anschaulicher hätte die Einführung nicht sein können, mit der Karolina Allgaier, die stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, die Besucher in St. Laurentius begrüßte. Eine kurze Geschichte von Rudyard Kipling, dem Autor des Dschungelbuchs, gab dabei den Rahmen vor. In einem aus über zehntausend Teilen bestehenden riesigen Schiff, das den Ozean überquert, wird eine kleine Schraube, die es locker und leicht angehen lassen will, an ihren unverzichtbaren Anteil im Zusammenspiel des Ganzen erinnert. Gleiches gelte für alle, die sich hier zum Rückblick und zur Vorausschau auf die Aufgaben im Jahr 2013 treffen: die Vertreter der politischen Gemeinde, die Ehrenbürger, die Geistlichen und die für über zwei Dutzend Gruppen, Arbeitsbereiche und Projekte Verantwortlichen in den Pfarreien St. Stephan und St. Michael.

 

Der von Martin Hau, dem Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats, gehaltene Rückblick zeigte, wie das schwer beladene Schiff der Seelsorgeeinheit seinen Weg sicher durch nicht immer ruhiges, manchmal stürmisches Wasser gefunden hatte. Er konnte an "ein an Ereignissen reiches Jahr 2012 in einer sehr lebendigen und aktiven Pfarrgemeinde" erinnern und hatte wahrlich Grund, "von Herzen allen zu danken, die zu diesem reichen Leben ihren Beitrag geleistet haben".

Dabei hatte er nicht nur die in der Sozial-, Alten- und Krankenfürsorge sowie in der Erziehungs-, Bildungs- und Jugendarbeit erbrachten Leistungen im Blick. Er würdigte auch die von zahlreichen Einzelpersonen und Teams mit bewundernswertem Einsatz mitgetragenen pastoralen Aufgaben, unter anderem bei den Gottesdiensten, in der Kinderkirche, den Chören und Jugendgruppen.

 

In seiner Vorausschau stellte der Vorsitzende zwei Themen heraus: Das Zweite Vaticanum habe mit dem "gemeinsamen Priestertum der Gläubigen" den Laien ihre je eigene Berufung zugewiesen. Es gehe hier um die Rolle, die die Laien in der Kirche haben, und was sie in der Kirche vor Ort – verantwortlich handelnd und entscheidend – mittragen und mitgestalten können. "Dieses Thema ist das aktuellste, das dringlichste."

 

Ein weiterreichendes Thema sei, dass die Münsterpfarrei 2014 den 850. Jahrestag der Ankunft der Reliquien ihrer Stadtpatrone Gervasius und Protasius feiern kann. Die Vorbereitung auf dieses Ereignis habe bereits begonnen. Die Verantwortlichen in Stadt und Pfarrgemeinde seien sich einig, dass es ein zeitgemäßes Fest der ganzen Stadt mit einer Reihe von Veranstaltungen werden solle.

 

Dabei könnten sich die Breisacher intensiv mit der Geschichte ihrer Stadt und mit der Weltsicht und der Glaubenshaltung vorangegangener Generationen beschäftigen. Maßgebend dafür soll der von Papst Johannes XXIII. zitierte Leitgedanke sein: "Tradition ist nicht Aufbewahrung der Asche, sondern Weitergabe des Feuers."

 

"Ein glückliches, wenn auch chaotisches Jahr"

 

Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Gündlingen, Ludwig Figlestahler, übermittelte herzliche Wünsche und lobte das gute Miteinander beim ökumenischen Krippenspiel im Don-Bosco-Hof, wo im neuen Jahr die zentrale Veranstaltung der Sternwallfahrt der Kolpingsfamilien der Region Freiburg stattfinden werde. Bürgermeister Oliver Rein wünschte sich für das neue Jahr, dass "jeder in Breisach, dort wo er steht, Motor ist, und versucht, Menschen froh zu machen, und ihnen Rat und Hilfe bietet". Wenn im Laufe des Jahres in Breisach Asylsuchende ankämen, Menschen, die fliehen mussten, weil ihr Leben bedroht war, dann gelte es, ihnen Schutz und Sicherheit zu geben.

 

Pfarrer Werner Bauer schloss mit einem herzlichen Dank an alle, die im vergangenen Jahr ihren Anteil zur Bewältigung der vielen Aufgaben in beiden Pfarreien beigetragen haben. Dabei habe er immer wieder erlebt, wie wichtig "Zuverlässigkeit" in einer solchen Gemeinschaft sei.

 

Er habe "ein glückliches, wenn auch absolut chaotisches Jahr" hinter sich, sagte er, wohl mit Blick auf den ein Jahr dauernden Umbau des Pfarrhauses. Zum Schluss fügte er hinzu: "Trotzdem habe ich mich rundum wohlgefühlt."