
Zum Jahreswechsel 2007 / 2008 wurden nunmehr 176 Steinpatenschaften übernommen.
1. Advent 2008
Im November konnte die Sanierung der Westfassade abgeschlossen werden. Weil damit auch das große Westportal wieder zugänglich war, beging die Pfarrei am 1. Adventssonntag eine feierliche Portalöffnung.

Die Studien des jungen Doktoranden Marcus Zagermann zum römischen Kastell auf dem Münszerberg können Sie nun auch in einem aufregenden Bericht in »unser Münster« nachlesen: Mit »Wo übernachtete Kaiser Valentinian in Breisach?« ist der Bericht des Archäologen überschrieben.


In der Generalversammlung des Münsterbauvereins Breisach war einiges zum Stand der Außenrenovierung des Münsters zu erfahren.
Vorsitzender Pfarrer Peter Klug fasste die Stationen der Außenrenovierung zusammen: Tuffsteinsuche mit Probebohrungen im Kaiserstuhl, Steinabbau am Schlossberg oberhalb von Achkarren, Durchführung der beiden ersten Renovierungsabschnitte am östlichen Hochchor. Der 3. Arbeitsabschnitt, die Münstersüdseite, wurde neu ausgeschrieben; den Zuschlag konnte der Freiburger Steinmetz Hellstern für sich verbuchen.
Nüchterne Zahlen präsentierte Rechner Peter Wiedensohler. Anfang 2007 dürfe man auf die Unterstützung von 470 Mitgliedern bauen, die einen jährlichen Beitrag von gut 15 000,- Euro einbrächten. Mit dem in den letzten Jahren gesammelten Polster könne der Münsterbauverein die laufende Sanierung wirksam unterstützen. In der Soll- und Haben-Rechnung habe besonders die Aktion »Steinpatenschaft« positiv zu Buche geschlagen.
Erstmals in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender begrüßte Bürgermeister Oliver Rein die Versammelten. Für ihn gibt es keinen Zweifel: Das Stephansmünster, das mehr ist als eine touristische Sehenswürdigkeit, hat die Unterstützung aller Breisacher und der Stadt verdient.
Theo Hirschbihl, bauleitender Architekt vom Erzbischöflichen Bauamt, präzisierte die zuvor gemachten Angaben. Eine Bildpräsentation über die gesamte bisherige Außenrenovierung veranschaulichte seinen Bericht. »Die Kostenvoranschläge konnten durchweg eingehalten werden«, konstatierte der Architekt zufrieden und verwies darauf, dass für die Renovierung der Münstersüdseite mit Kosten in Höhe von 225 000 Euro zu rechnen sei. Parallel dazu nähmen sich die Steinmetze nun auch die Krypta vor.
Aufhorchen ließ ein Bildbericht von Prof. Hans Ulrich Nuber, Archäologe an der Universität Freiburg. Zusammen mit Markus Zagemann hat er die Fundamente des römischen Kastells auf dem Münsterberg untersucht. Auf den den Platz und das Münster unterquerenden Fundamenten sei im 4. Jahrhundert ein Prätorium mit Innenhof gestanden, wie man es in Baden-Württemberg sonst nirgends findet, sagte Nuber. Er glaubt auch zu wissen, in welchem der zahlreichen Räume des Bauwerks Kaiser Valentinian im Jahr 369 das Edikt zum Wohl seiner Hofbeamten unterzeichnete.

Im Dezember 2006 kann der 2. Renovierungsabschnitt am Hochchor des Breisacher Münsters abgeschlossen werden . Sowohl der 1. als auch der 2. Abschnitt endeten aus technischen Gründen in etwa 3,50 m Höhe über der Krypta. Es ist vorgesehen, die Sanierung der Krypta in den kommenden 3. Renovierungsabschnitt einzubinden. Weil der Tuffstein zwar ein gutes Material für die Herstellung einfacher Quader ist, problematischer dagegen für profilierte Steine, hatten die Steinmetze nach Angaben des bauleitenden Architekten Theo Hirschbihl Schwierigkeiten im 2. Abschnitt, alle geschädigten Tuff-Profilsteine zu ersetzen. Andererseits stellten die Verantwortlichen fest, dass das in Achkarren gebrochene Material für die gesamte Renovierung ausreicht.
Ist das Gerüst aufgestellt, wird zunächst immer eine Schadenskartierung erstellt. Das heißt, dass Experten des Landesamts für Denkmalpflege Wände und Pfeiler erfassen und dann festlegen, welche Steine ausgetauscht werden. Schwierigkeiten können sich aber in Einzelfällen ergeben. So stellte sich beispielsweise heraus, dass die Fiale des am Nordturm stehenden Pfeilers auf brüchigem Untergrund saß: Wohl, weil ursprünglich oder bei einer späteren Instandsetzung kein besseres Material zur Verfügung stand, war das Pfeilerinnere mit schlechtem Kleinmaterial aufgefüllt. Dieser unvorhergesehene Mangel wurde nun behoben.
Inzwischen liegen dem Erzbischöflichen Bauamt die Kosten des 1. Renovierungsabschnitts vor: Sie blieben erfreulicherweise knapp innerhalb des vorgesehenen Rahmens von etwa 270 000,- EUR. An der Begleichung dieser Summe beteiligen sich die Pfarrei und der Münsterbauverein sowie die Erzdiözese. Zuschüsse gewähren das Landesdenkmalamt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Denkmalstiftung und die Stadt Breisach.
Wie geht es weiter? Das Gerüst wird nun auf die Südseite des Münsters bis zum Schneckenturm wandern. In diesem Abschnitt gibt es einen großen Anteil an Putzflächen, die gefestigt und gereinigt werden. Die Arbeiten in diesem Bereich werden von der Bauleitung neu ausgeschrieben.
Für unsere Steinpaten: Die versprochene Patentafel für den 1. Renovierungsabschnitt wird am 21. März im Münster aufgestellt. Auf ihr werden 86 Steinpaten namentlich genannt. Lesen Sie weiter >>

Am 25., 26. und 27. November stellten Mitglieder der »Kommission Außenrenovierung« auf dem Breisacher Weihnachtsmarkt Bücher, Bausteine und Steinpatenschaften vor. Daneben Werbung für den Münsterbauverein und das große närrische Projekt der Narrenzunft »Spaß am Münster« am 21. 1.2006.
Konditormeister und Mitglied des Münsterbauvereins Armin Häring bereicherte den Stand mit seiner Creation »Tuffsteinwürfel«, die zugunsten der Renovierung verkauft wurden.
18.September:
Pfarrfest auf dem Münsterplatz mit Fortführung einiger der Münsterbauhütten-Aktionen vom 11. 9.
Tag des offenen Denkmals. Beginn der Aktion »Steinpatenschaften«.
Am Münster wird ein etwa 3 m langes Informationsbanner aufgehängt. Ausstattung der Münsterbauhütte mit Werbemitteln. Einleitung der Werbung für Steinpatenschaften.
19. Juni: Stadtpatrozinium. Erster öffentlicher Auftritt der Münsterbauhütte.
Mai: Gründung einer Kommission Außenrenovierung, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit und die Werbung kümmern soll. Sie regt an, von
den Steinmetzen »Münsterbausteine« anfertigen zu lassen. Steinmetz A. Klein (Breisach) macht Vorschläge dazu.
Beginn des Verkaufs von »Münsterbausteinen«.
April: Beginn der Aussenrenovierung mit dem Aufstellen des Gerüstes

Im Achkarrener Gewann Rittersprung beginnt eine Spezialfirma mit dem Abbau von vulkanischem Tuffstein. Die Maßnahme ist im Februar 2004
abgeschlossen.